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Shang ge xingqi women chu qu - Letzte Woche sind wir draußen unterwegs gewesen

Shang ge xingqi women chu qu - Letzte Woche sind wir draußen unterwegs gewesen In der letzten Woche hatten wir hier in China Nationalfeiertag, die "Golden Week", die mit etlichen arbeitsfreien Tagen verbunden war. Da auch in den Fabriken die Arbeit still stand, hatten wir traumhaftes Wetter. So haben wir es uns nicht nehmen lassen mit Julius die ersten Ausflüge zu machen. Neben ausgedehnten Spaziergängen durch Sanlitun und das Village gehörte die deutsche Botschaft zu unseren ersten Anlaufpunkten. Nicht nur, dass Julius deutschen Boden betreten bzw. im Kinderwagen betollen sollte, nein, er soll ja auch schließlich deutscher Staatsbürger werden und einen Pass bekommen. So weit so gut, also machten wir uns auf den Weg zur Botschaft mit all unseren Dokumenten in der Tasche, sogar Passfotos von Julius haben wir schon gemacht. Als wir in der Botschaft an der Reihe waren und vorsprachen, wurden wir eines besseren belehrt: So einfach wird man eben doch nicht deutscher Staatsbürger. Julius hat ein chinesische Geburtszertifikat, das nun erst zu einem Notar muss und dort beglaubigt und übersetzt werden muss. Sofern das erledigt ist, müssen wir zu einem chinesischem Ministerium, das diese Urkunden legalisiert. Wenn das dann endlich passiert ist, müssen wir wieder in der Botschaft vorsprechen und dürfen dann die deutsche Staatsbürgerschaft für Julius beantragen und dann wird ihm auch ein deutscher Pass ausgestellt, der erforderlich für Julius' Visum hier in China ist. Oh man, was für ein Behördenkram! Und, ich sage Euch, das dauert alles so lange und die Öffnungszeiten der Behörden sind auch nicht wirklich kundenfreundlich! Nun gut, auch diese Dinge werden wir erledigen und meistern, wie so vieles schon zuvor. Weiter waren wir mit Julius im Chaoyangpark. Dieser Park ist einer der größten Parks in Peking und wir haben es tatsächlich geschafft, uns in dem Park zu verlaufen - gut, wie sich später herausstellte, mussten wir tatsächlich zum Westtor. Aber wer kann den ahnen, dass es nicht nur ein Westtor gibt, sondern 4? Wir standen natürlich vorm falschen Westtor und der Umweg kostete uns gut eine Stunde! Der Park selbst ist wirklich sehr schön und liebevoll angelegt. Die Chinesen haben wirklich was übrig für Grünanlagen. Es ist alles sehr nett bepflanzt und die ein oder andere Gartenschau in Deutschland kann sich davon echt eine Scheibe abschneiden. Zusätzlich bietet der Park auch noch eine sogenannte "Amusement Area". Hier können nicht nur Kinder Karussell fahren, nein, es gibt sogar richtige Achterbahnen im Angebot. Wirklich sehr cool! Begleitet wird das ganze durch Snacks wie Popcorn und Zuckerwatte. Also einen Besuch ist diese Amüsement Area auf jeden Fall wert und wir haben dort seit langem das beste Popcorn gegessen! :-) Eine weitere Ecke nennt sich "Art Gallery". Hier sind auf Freiflächen diverse Outdoor-Kunstwerke platziert. Ein Bär kam mir von weitem auf Anhieb gleich bekannt vor. Er sah aus wie der Berliner-Bär, wie man ihn entlang des Ku'damms in Berlin findet. Und, ich behielt recht: Es war tatsächlich der Berliner-Bär mit der Aufschrift "Berlin-Mitte grüsst Peking-Chaoyang". Witzig, da muss man doch echt in Peking wohnen um den Bären zu sehen! :-) (Foto: Blick in den Park, im Hintergrund CCTV Tower und Financial District) Schnappschuss_20141014_1.jpg Am nächsten Tag besuchten wir mit Julius das ParkviewGreen Shoppingcenter. Gut, das Center ist nicht ganz so der Brüller für Normal-Sterbliche, da das Angebot sich eher auf Designerware bezieht. Aber, im Keller gibt es einen Supermarkt, der ausschließlich importierte Ware anbietet. Hier haben wir mal wieder eine Runde gedreht und auch das ein oder andere deutsche Lebensmittel gefunden, auf das wir mal wieder Appetit hatten, wie bspw. Knödel. Im Keller des Shoppingcenters befindet sich eine Kunstausstellung, hier hatten wir schon mal berichtet. Kurios war dieses Mal dieser Käfer: Schnappschuss_20141014_2.jpg Im Anschluss an den Shoppingcenterbesuch drehten wir noch eine kleine Runde durch den Ritanpark und kehrten im Anschluss bei Schindlers Tankstelle ein. Der Schnitzelhunger bei Stefan musste gestillt werden, ich entschied mich dieses Mal für ein Schweinefiletgeschnetzeltes mit hausgemachten Spätzle. Hm, war das gut. Fast besser als in Deutschland! Am nächsten Tag, um die deutsche Woche nun auch wirklich komplett zu machen, fuhren wir mal wieder zu Schindlers Food Center und kauften Salami und Buletten. Also, Ihr seht, aus uns werden wohl keine richtigen Chinesen mehr. ;-)
14.10.14 03:55


Huangying guanglin zai Beijing - Herzlich Willkommen in Peking!

Am 24. September 2014 ist unser Sohn Julius Tianle Damme im Beijing United Family Hospital geboren. 54 cm und 4.060g! Tianle ist ein chinesischer Vorname: 天乐. Er bedeutet so viel wie "Glücklich jeden Tag".
29.9.14 06:44


Zuotian women mai dongxi - Gestern haben wir ein paar Dinge gekauft

Gestern haben wir uns auf den Weg in den Silkstreetmarket gemacht um ein paar Dinge zu kaufen. Der Silkstreetmarket heisst bei den Chinesen Xiu Shui Shi Chang, hat nix mit Seide zu tun. Die Touristen gaben diesem Markt seinen Namen, weil man hier Seide kaufen kann/konnte und viele Schneider ansässig sind. Na ja, in anderen Worten: Der Silkmarket ist nichts anderes als ein großer Fakemarket, in dem man von Schuhen, über Taschen bis hin zu Souvenirs alles kaufen kann was das Touristenherz begehrt. Aber immer Vorsicht: Chinesen sind nicht nur Schlitzaugen, sondern auch Schlitzohren. Man merkt es immer wieder. Wir haben uns jedenfalls gestern für den Silkmarket als Anlaufstelle entschieden um Stefan eine neue Brille machen zu lassen für die PC Arbeit. Mit den zuvor geprüften Werten vom Augenarzt sind wir also kosgedüst und sind im 4. Stock bei "Bobo Optics" auch gleich fündig geworden. Wir haben für das natürlich echte Tom Ford Gestell samt Gläsern jetzt 40 EUR bezahlt und auf die Brille 30 Minuten gewartet, dann war sie fertig. Kann Fielmann das auch? Bei der Qualität der Gläser muss man sich keine Gedanken machen, sogar die Augenärzte hier empfehlen die Arbeit der Optiker im Silkmarket und in Glases City. Also wir der Chinese sagen würde: Mai wenti (kein Problem)! Die Wartezeit haben wir damit überbrückt für Stefan noch ein paar Schuhe zu kaufen, für mich gab es eine Tasche. Bei den Schuhen war nicht so gut handeln, die haben wir für 20 EUR bekommen, die Tasche für 10 EUR. Zum Schluss haben wir unsere Sammlung der Figuren der Peking Oper noch um drei weitere Exemplare ergänzt. Ein sehr schönes Beispiel: Die Dame wollte für 3 Figuren 1350 RMB haben, also umgerechnet rund 171 EUR. Das ist natürlich viel zu teuer. Nun gut, wir sagten Ihr, dass wir sonst überall eben nur 60-70 RMB bezahlen pro Figur. Stimmt zwar nicht ganz, aber ok. ;-) Plötzlich waren wir nur noch bei 500 RMB, also rund 63 EUR für alle 3 Figuren. Letztlich haben wir nur 250 RMB, also 31 EUR für alle drei Figuren bezahlt. Also 10 EUR pro Figur, die wir uns als Limit gesetzt haben. So funktioniert das hier… Also, kommt uns gerne besuchen hier in Peking, denn vielleicht braucht Ihr ja auch den ein oder anderen Artikel von "Ferrerri" statt Ferrarri oder sogar eine "Ohanel" statt Chanel Tasche? Schnappschuss_20140922_1.jpg Schnappschuss_20140922_2.jpg Also bis bald an dieser Stelle….
22.9.14 04:05


Zhong guo ren haipa leiyu - Chinesen fürchten Gewitter

Zhong guo ren haipa leiyu - Chinesen fürchten Gewitter Das wussten wir ja bereits schon, dass Gewitter den Chinesen offensichtlich richtig Angst machen. Überall sind Blitzableiter installiert und bei Regen geht auch niemand vor die Tür. Bei Gewitter soll man allerdings auch keine Handys benutzen - das denken die Chinesen zumindest. Gut, wir haben schon mal ein Schild auf der Mauer entdeckt, dass man bei Gewitter kein Handy benutzen sollte. Freies Gelände und so, ja, das kann man ja eventuell noch verstehen, aber mitten in der Stadt? Dieses Schild haben wir in Zentral-Peking gefunden: Schnappschuss_20140915_2.jpg Aber, weg vom Gewitter und hin zum schönen Wetter: Letztes Wochenende war Mid-Autumn-Festival. Komischerweise haben die Chinesen bei ihren Festivals immer Glück und das Wetter wendet sich zum Besten (Chinese New Year mal ausgenommen). Tja, Mid-Autumn-Festival, was auch immer das ist. Wikipedia sagt, dass es eine Art Erntedankfest ist, dass am 15. Tag des 8. Monats in der Vollmondnacht des Han-Kalenders gefeiert wird und ein traditionelles chinesisches Fest ist. Von den Feierlichkeiten haben wir nicht so viel mitbekommen. Die Chinesen verbringen die Zeit bei ihren Familien, essen und trinken, und verschenken Mondkekse oder Mondkuchen. Also, ich kann diesem Gebäck gar nichts abgewinnen. Das, was wir getestet haben, hat einfach nur schrecklich geschmeckt. Aber chinesischer und deutscher Kuchengeschmack kommt einfach nicht überein. Das wurde schon vielfach probiert. Wir haben den freien Montag, da, wie schon gesagt, das Wetter einfach nur traumhaft war, für einen Ausflug in den Ritanpark genutzt. Der Ritanpark ist nicht weit von unserer Wohnung entfernt. Mit dem Auto ist er in gut 10 Minuten erreichbar. Einen Fußmarsch bis dorthin schätze ich mit ca. 40 Minuten ein, also noch gut erreichbar. Die Ritanpark ist eher ein etwas kleinerer Park in Peking, aber sehr nett zurecht gemacht und es ist auch hier das Phänomen eines Großstadtparks zu entdecken: Es ist totenstill und man merkt von der Stadt selbst gar nichts mehr sobald man den Park betritt. Der Park ist "free of charge", es wird also kein Eintritt berechnet. Nette kleine Pavillons, Bänke und Rasenflächen laden zum Verweilen ein und ein schattiges Plätzchen ist überall zu finden. Leider waren wir wohl etwas zu spät dort, denn der Lotus in den Teichen war bereits abgeblüht und uns bot sich nur noch eine grüne Lotusblätterfläche ohne die wirklich wunderhübschen rosa Blüten, die aus dem Grün hervorragen. Dennoch haben wir einen schönen Spaziergang durch den Park machen können. (Fotos: Ritanpark) Schnappschuss_20140915_3.jpg Schnappschuss_20140915_4.jpg Schnappschuss_20140915_5.jpg Aus dem Park hatte man auch einen guten Blick auf die Skyline des Pekinger Financial District. Das Gebäude, das rechts sehr hoch empor ragt ist das China World Trade Center. Schnappschuss_20140915_6.jpg Nach unserem Parkbesuch sind wir noch im 2. Restaurant des Schindlers eingekehrt: Schindler's Tankstelle. Bisher haben wir ja immer nur Schindler's Anlegestelle besucht. Die Tankstelle ist, so wie wir finden, viel netter gelegen als die Anlegestelle. Sie hat nämlich einen Biergarten, der direkt in den Ritanpark mündet. Auf rustikalen Bierzeltgarnituren kann man tatsächlich deutsches Bier und die deutsche Küche genießen. Wir haben uns für ein Wiener Schnitzel entschieden. Das war wirklich gut und auch tatsächlich Kalbfleisch, also kein Schwein. Neben Schnitzel bekommt man dort aber auch jede Menge Wurstspezialitäten, Brotzeitplatten, Bratkartoffeln und saure Gurken. Also eben recht deutsch und gutbürgerlich. Ab und zu fehlt uns neben dem ganzen Chinesen-Zeug eben doch mal etwas Deutsches. Was uns aber ganz besonders fehlt, ist das deutsche Brot und die deutschen Brötchen. Bisher sind wir, um diesen Hunger zu stillen, ja immer ins Café Konstanz gefahren und haben uns dort an der reichhaltigen Brot-, Brötchen- und Kuchenauswahl bedient. Das Brot und auch teilweise die Kuchen waren zwar gut, aber die Brötchen und auch die Laugenteile ließen eher zu wünschen übrig. Da Stefan aber von einem weiteren deutschen Bäcker gehört hatte, haben wir uns am vergangenen Wochenende auf den Weg zum deutschen Bäcker gemacht. Gut, das Navi zeigte einen Weg von knapp 20km, also im Vergleich ca. die Strecke zwischen Vorsfelde und Heinenkamp, die man ja auch mal eben fährt, um was einzukaufen. Bei uns wurde daraus ein Ausflug hin und zurück von rund 1 1/2 Stunden, da auf dem Airport Express Way, den wir für die Fahrt nutzen mussten, es nur schleppend, aber dennoch für Pekinger Verhältnisse recht gut voran ging. Beim Bäcker angekommen eröffnete sich uns eine Gebäckpracht. Die Auswahl war nicht sehr groß, aber es sah so gut (deutsch) aus. Wir schlugen zu: Ein großes Vollkornbrot, zwei Brötchen, zwei Laugenbrezeln, ein Laugenbrötchen, einen Berliner, einen Apfel-Berliner, ein dänisches Plunder und zwei Kitty-Kekse. Um unser deutsches Wochenende noch entsprechend abzurunden hielten wir auf dem Rückweg noch im Schindler's German Food Center. Ja, der Schindler mit den Restaurants ist eigentlich Schlachter und bietet eben auch seine Ware im "rohen" Zustand an. Dort mussten wir dann die Kühltasche füllen: Leberkäse, Salami, Buletten, Weißwürste, Fleischsalat. Nachdem wir dann also ein Vermögen für deutsches Essen ausgegeben hatten, fuhren wir nach Hause und schlemmten. Das war soo gut, ihr könnt es Euch kaum vorstellen. (Bild: Kitty-Keks vom deutschen Bäcker) Schnappschuss_20140915_1.jpg Also dann, lasst es Euch gut gehen und bis zum nächsten Eintrag hier an dieser Stelle!
15.9.14 05:37


Cizhi jingli cong Beijing - Beste Grüße aus Peking!

Cizhi jingli cong Beijing - Beste Grüße aus Peking! Unser deutscher Besuch - Stefans Schwester und Freundin - hat uns gestern nach zwei Wochen Aufenthalt in Peking wieder verlassen. Um 10:00 Uhr haben wir die beiden am Beijing Capital Airport abgesetzt, so dass die beiden ihren Heimflug nach Deutschland antreten konnten. Im Rahmen unserer und meiner derzeit etwas eingeschränkten Möglichkeiten, haben wir versucht, so gut es geht unser Leben in Peking und die Stadt den beiden etwas näher zu bringen. Ich denke, das ist uns gelungen. Die ersten Tage haben wir eine kleine Tour durch die Stadt gemacht und uns die wichtigsten Eckchen angesehen. Am vergangenen Wochenende haben wir dann einen Ausflug zum Panjiayuan-Antiquitäten-Flohmarkt unternommen und im Anschluss noch die Möbelstraße Gaobeidian besucht. Am Sonntag war es dann soweit endlich wieder einmal die Stadt zu verlassen und einen Ausflug aufs Land zu machen. Die beiden hatten sich gewünscht, die "Drachenschlucht" also den Beijing Geopark Longqing Gorge bei Yanqing anzusehen. Ihr erinnert Euch sicher: Hier haben wir bereits zwei Ausflüge unternommen. Im Februar waren wir dort zum Lautern-/Eiskulpturen-Festival und im Mai zum Bootfahren. Also machten wir uns Samstagmorgen auf den Weg nach Yanqing. Erstaunlich gut und schnell ohne größere Stauunterbrechungen erreichten wir den Geopark, der jedoch an diesem Tag recht voll war. Nicht ganz so voll wie im Februar, aber dennoch nicht so schön leer, wie wir ihn bereits im Mai erlebt haben. Pünktlich als wir den Bergsee mit dem Boot befuhren, öffnete sich der wolkenbedeckte Himmel und wir hatten wunderbares Wetter für die Bootstour. Für den Rückweg trauten wir uns tatsächlich mal unser Navi anzuschalten. Die Stimme führte uns nicht über die Autobahn zurück nach Peking, sondern über eine Landstraße, auf der wir die Landschaft in den Bergen noch einmal richtig genießen konnten. Das war wirklich schön! Hier ein paar Bilder aus dem Geopark: Schnappschuss_20140901_1.jpg Schnappschuss_20140901_2.jpg Schnappschuss_20140901_3.jpg Am Montagmorgen hatte sich Stefan extra frei genommen, so dass wir mit unserem Besuch zur chinesischen Mauer nach Mutianyu fahren konnten. Wir haben die Mauer bereits einmal am Wochenende besucht - NIE WIEDER! Also, Mauerbesuche finden jetzt nur noch unter der Woche bei uns statt. Wir fuhren also mit dem Auto nach Mutianyu. Nach einem kurzen Autobahnstück erreichten wir die Landstraße nach Mutianyu und konnten auch hier wieder die wunderbare Landschaft genießen. In diesem Teil der Region gibt es viele Flüsse und Forellen sind hier eine Spezialität, die aus dem Fluss oder in speziellen Becken gefangen werden. Nach knapp zwei Stunden Fahrt kamen wir also in Mutianyu an und wir waren völlig verdutzt über eine aufgebaute Straßensperre: Kurzerhand nach unserem letzten Besuch vor vier Monaten in Mutianyu wurde das komplette Dorf gesperrt, ein Touristenzentrum mit einer Tiefgarage errichtet und Besuche zur Mauer sind also nur noch über das Touristenzentrum möglich. Gut, das war uns nicht bekannt und noch besser, dass wir nicht am Wochenende zur Mauer gefahren waren. Also stellten wir das Auto in die Tiefgarage, kauften uns Shuttleticktes, die zur Mauer hinauffahren, Eintrittskarten und Seilbahnkarten. Der Spaß kostet nun rund 25 - 30 EUR pro Person je nach dem für welche Seilbahn und welchen Abstieg man sich entscheidet. Mit dem Shuttle erreichten wir also die uns bekannte Stelle, an der wir den Aufstieg zur Mauer in Angriff nehmen konnten. Stefan und unser Besuch nahmen die hintere Seilbahn um dann in gut 1 1/2 Stunden den Mauerspaziergang zu absolvieren und die vordere Seilbahn oder die Sommerrodelbahn für den Abstieg zu nutzen. Ich, aufgrund meiner derzeit anhaltenden Unbeweglichkeit, benutzte gleich die vordere Seilbahn und hatte unser Picknick im Gepäck. Ich wartete also auf die Wanderer an der dort vorhandenen Aussichtsplattform mit Proviant. Wir hatten traumhaftes Wetter und einen AQI von 9 (!)! Der Blick über die Berge war wirklich gigantisch, so weit hatten wir bisher noch nie schauen können und der Himmel war strahlend blau. Aber seht selbst: Schnappschuss_20140901_4.jpg Schnappschuss_20140901_5.jpg Schnappschuss_20140901_6.jpg Schnappschuss_20140901_7.jpg Die restlichen Tage hat unser Besuch dann mit Sightseeing und Shoppingtrips auf eigene Faust verbracht. Wir haben uns immer abends zum Essen getroffen, um eines der vielen hier vor Ort vorhandenen Restaurants auszuprobieren! ;-) Leider wurde der Besuch auch mit einer nicht so schönen Angelegenheit überschattet: Unsere Gäste bekamen aus dem Geldautomaten Falschgeld! Gut, uns ist bekannt, dass hier in China einiges an Falschgeld im Umlauf ist und auch wir selbst haben bereits Falschgeld aus dem Geldautomaten bekommen. Bei uns waren es zwei Hunderter, ein Verlust von rund 25 EUR. Ärgerlich, aber zu verschmerzen. Unsere Gäste hingegen bekamen 1.500 RMB Falschgeld aus dem Automaten, also rund 200 EUR. Das ist mehr als ärgerlich. Unser Besuch versuchte das Falschgeld bei der Bank zu tauschen, doch die Bank stellte sich mehr als störrisch dar und behauptete eben, dass das Falschgeld nicht aus ihrem Automaten käme und unser Besuch es irgendwo anders zugesteckt bekommen hätte in einem unbeobachteten Moment. Dummerweise lag für die Abhebung aus dem Automaten auch keine Quittung vor. Wer zieht schon eine Quittung!? Ich mache das auch nicht, wenn ich Geld abhole. Nach mehrfachen Versuchen auf Englisch und mit Übersetzern wollte die Bank unseren Besuch einfach nur noch loswerden und schickte sie zur Polizei. Die Polizei hat in diesem Fall gar nichts unternommen, denn Falschgeld gehöre nicht zu deren Zuständigkeitsbereich. Wie auch immer: Das Falschgeld wurde nicht getauscht! Jetzt wissen wir zumindest, dass man bei jeder Geldabhebung immer eine Quittung ziehen sollte. Evtl. kann das helfen, dass die Bank durch die Mitschnitte der Automaten die Geldscheinnummern feststellen kann. Wir werden sehen, ob es bei der nächsten Falschgeldtransaktion wirklich helfen wird… Viele Grüße Beijing uns bis bald an dieser Stelle!
1.9.14 05:11


Tianqi bu hao - Das Wetter ist nicht gut

Tianqi bu hao - Das Wetter ist nicht gut Das Wetter in Peking spielt uns momentan als Mitteleuropäern böse mit. Es ist wahnsinnig heiss und auch dabei auch oft sehr, sehr schwül. Wir leiden regelrecht bei Temperaturen von 36 Grad und mehr bei einer Luftfeuchtigkeit von gut 80%. Aber auch die Chinesen wagen sich momentan nicht wirklich nach draußen. Sie halten sich ebenfalls in von Klimaanlagen gekühlten Shopping Mals uns Restaurants auf. Auf den Straßen tobt das Chaos, weil alle, die ein Auto haben, mit ihren Autos zu den Parkhäusern unterwegs sind und niemand auch nur einen weiteren Weg zu Fuß zurück legt. Dazu kommt auch noch, dass wir seit Tagen eine schwankenden AQI zwischen 100 und 300 haben, so dass auch das Atmen draußen zum Problem werden kann. Eine Maske ist derzeit leider kaum tragbar, also hocken wir im Haus vor unserem Luftreiniger. Daher gibt es momentan leider nicht allzu viel über neue Entdeckungen in Peking zu berichten, da wir uns leider nicht wirklich etwas vornehmen können. Wir verbringen unsere Wochenenden momentan auch wie die Chinesen: Wir fahren im klimagekühlten Auto von einer Shoppingmall zur nächsten und machen Besorgungen. Ein paar Kleinigkeiten haben noch für unser Baby gefehlt. Wir haben die Metro für uns neu entdeckt, wo wir eine große Auswahl an importierten und chinesischen Lebens- und Verbrauchsmitteln haben. Wir haben sogar tiefgefrorene Aufbackbrötchen gefunden. Ja, die Brötchen sind tatsächlich das, was wir hier in Peking vermissen. Das Vollkornbrot vom deutschen Bäcker ist sehr gut, jedoch lassen die Brötchen eher zu wünschen übrig. Bei einer chinesischen Bäckereikette haben wir nun allerdings auch recht gute Baguettebrot und Kekse entdeckt. Hier decken wir uns nun auch regelmäßig mit Backwaren ein. Natürlich helfen mit die Großeinkäufe in der Metro auch enorm weiter, so dass ich nicht mehr jeden Tag mit dem Shoppingtrolley zu Fuß in das Einkaufszentrum muss. Eine echte Erleichterung bei den Temperaturen und für die bevorstehende schlaflose Zeit mit Baby. In der letzten Woche habe ich nun letztlich auch meinen neuen Personalausweis in der deutschen Botschaft abholen dürfen. Deutsche Bürokratie hier in Peking: Die Abholung ist nur freitags zwischen 8:00 und 9:00 Uhr möglich. Freitags ist unser autofreier Tag, also musste sich Stefan gedulden, zur Arbeit zu fahren, so dass ich mit dem E-Bike vorher noch zur Botschaft düsen konnte, Stefan die Ayi reinlassen musste und nach meiner Rückkehr dann zur Arbeit konnte. Seit letzter Woche haben wir nun auch unser Auto. Unser Übergangsauto hat Stefan zurückgegeben und kam dann am Donnerstagabend mit unserem neuen Familienschlitten nach Hause. Was ein schönes Auto! Zusätzlich habe ich in der letzten Woche nun auch eine neue Ayi engagiert. Die alte war nicht mehr zuverlässig, außerdem hatte sie auch keine Erfahrungen im Babysitten. Meine neue Ayi arbeitet (noch) gut und ist pünktlich und kann im Zweifel eben auch einmal auf das Baby aufpassen, sollte ich mal dringend weg oder bei schlechter Luft zum Einkaufen gehen müssen. Ich hoffe, dass wir uns gut aneinander gewöhnen und sie sich bei uns wohl fühlt. Manche Ayis machen sich nämlich einfach ohne ein Wort aus dem Staub und man muss dann nach einer anderen suchen. Das ist nicht so angenehm und das Anlernen einer neuen Ayi ist sehr zeitintensiv. Ja, Ihr denkt wahrscheinlich: Was kann man beim Putzen falsch machen!? Ja, ich sage Euch, das geht… Man muss den Chinesen - und nicht nur den Ayis - tatsächlich genaue Anweisungen geben, was sie wo zu tun haben, welchen Lappen sie für was benutzen müssen und Ihnen die entsprechende Flasche Putzmittel zeigen, sonst läuft nichts. Ich habe nun sogar verschieden farbige Lappen gekauft, so dass sie den entsprechenden Lappen für das entsprechende Zimmer nimmt. Ja, es klingt affig, ich weiß, aber habt Ihr mal so eine chinesische Ayi zu Hause, dann wisst Ihr, wovon ich rede…. ;-) An diesem Wochenende hatten wir unseren Geburtsvorbereitungskurs im Krankenhaus. Wir haben uns für ein Wochenendseminar entschieden mit vier verschiedenen Themenblöcken zu jeweils zwei Stunden. Inklusive war auch noch eine Krankenhausführung durch die entsprechenden Geburtszimmer und Patientenzimmer. Wir hoffen jetzt, dass wir gut vorbereitet sind. :-) Nun, ich kann zwar nicht aus Erfahrung sprechen, aber ich denke schon, dass es zu Deutschland/Europa einige Unterschiede gibt, die zwar nicht gravierend sind, aber eben da sind. Die Hebamme, die den Kurs geleitet hat, ist Amerikanerin gewesen und hat deutlich eben immer wieder auf die Unterschiede hingewiesen. Nun, es ist nicht schlechter in China ein Kind zu bekommen, aber es soll eben anders sein, da die Angebotspalette nicht ganz so vielfältig sein soll und es zusätzlich noch gesetzliche Regelungen gibt, an die sich die Ärzte halten müssen. Nun gut, wollen wir hoffen, dass die gesetzlichen Regelungen bei uns nicht greifen werden, sondern alles in chinesisch-normaler Weise verläuft. Bspw. gibt es hier gesetzliche Regelungen, wie lange eine Geburt dauern darf. Wenn man die Zeit überschreitet, wird eben ein Kaiserschnitt durchgeführt, um in chinesischen Augen Kind und Mutter nicht zu gefährden. Nach unseren Kursen nutzen wir die Gelegenheit, weil wir doch ziemlich ausgehungert waren ohne richtiges Frühstück und haben ein neues chinesisches Restaurant ausprobiert, das viele Expats nur den "Kanal-Chinesen" nennen: Das Restaurant befindet sich neben dem Kanal, der sich durch Sanlitun und den Chaoyang District zieht und daher hat er seinen Namen wegbekommen. Hm, hier gibt es wirklich recht typisches Pekinger Essen und ist wirklich empfehlenswert. Wir sind hauptsächlich wegen des "aufgeplatzten" Fisches gekommen. Nun, wir nennen den Fisch so, weil er so aussieht. Es ist ein Flussfisch, welcher auch immer, dessen inneres quasi nach außen gekrempelt wird, dann leicht paniert und frittiert wird, so dass das Fleisch in kleinen Stückchen von der Haut absteht und man es abzupfen kann. Wenn der Fisch serviert wird, sieht er eben wie aufgeplatzt aus, daher der Name. Zum ersten Mal wurde uns der Fisch sogar vor der Zubereitung im Eimer zum Tisch gebracht und gezeigt, ob wir damit einverstanden seien. Das ist zwar in China sehr üblich, das Essen vor Zubereitung zu zeigen, aber wird bei Westlern nicht sehr häufig praktiziert. Sehr, sehr lecker dort beim Kanal-Chinesen, mittelpreisig, Wiederkommen garantiert! Soweit zu uns…habt eine schöne Urlaubszeit in Deutschland und vor allem einen schönen Werksurlaub. Bis bald an dieser Stelle mit neuen Infos von uns Wahl-Pekingern!
4.8.14 05:05


Deguo ying le! - Deutschland hat gewonnen!!

Deguo ying le! - Deutschland hat gewonnen!! Unsere Nacht war sehr kurz, wir sind um 3:00 Uhr Local Beijing Time aufgestanden und haben uns vor dem Fernseher das Spiel Deutschland gegen Argentinien angesehen. Durch die Verlängerung waren wir erst wieder um 6:00 Uhr im Bett. Aber, was soll ich sagen, die Nacht hat sich gelohnt. SCHLAND hat gewonnen. Und, irgendwie hatten die Chinesen das im Blut. Die haben uns am Samstag schon einmal den Pokal vor die Nase gestellt! ;-) (Bild: Beijing Botanical Garden Tropical Observatory) Schnappschuss_20140712_4.jpg Heute morgen war die Stimmung in der Schule, auch wenn nur wenige Mitschüler da waren, sehr fröhlich. Von allen Seiten wurden mir Glückwünsche zur Weltmeisterschaft zugerufen. Selbstverständlich habe ich mein schwarz/rot/goldenes T-Shirt getragen. In mein Trikot passe ich derzeit leider nicht mehr, mein Bauch ist zu groß, der Zwerg ist gewachsen. ;-) Momentan leiden wir in Peking trotz wahnsinnig schönen Wetters unter einer großen Hitzewelle: Wir haben 36 Grad und mehr zu verzeichnen und es ist wirklich kein Genuss bei dieser Hitze draußen zu verweilen. Wir, als Mitteleuropäer, sind diese Hitze einfach nicht gewohnt, aber auch die Chinesen stöhnen und sagen, es sei tatsächlich feichang re, also sehr, sehr heiss. Daher reduzieren wir gerade unsere Wege im Freien auf ein Minimum bzw. verlegen unsere Ausflüge in die Morgenstunden, da es um 9:00 Uhr gerade mal 28 Grad sind und man es daher noch recht gut aushalten kann. Wir haben uns am Samstag dazu entschlossen Peking größten botanischen Garten zu besuchen. Nach gut einer Stunde Autofahrt, es waren nur knapp 30km, erreichten wir die Wofosi Lu (Wofosi Road) am botanischen Garten. Unser Weg führte uns vorbei am Sommerpalast und am Duftberg Pekings, wunderschön dort und wir konnten einen kurzen Blick von der Autobahn auf den Berg und den Palast erhaschen. Einen Parkplatz fanden wir direkt an der Straße, da der Parkplatz bereits morgens hoffnungslos überfüllt war. Offensichtlich hatten viele Chinesen die gleiche Idee. Egal, wir stürzten uns trotzdem ins Gedränge und erwarben für 50 Kuai, also rund 6 EUR ein Kombi-Ticket für den Eintritt. Neben dem Parkeintritt hatten wir damit Eintritt in das Tropical Observatory und den Wofosi-Tempel. Im Park selbst verliefen sich die Menschen recht schnell und es kam nicht mehr überfüllt vor. Wir haben bei traumhaften Sonnenschein Grillen, Zikaden und anderes Getier zirpen hören, Vögel haben gezwitschert und es hat nach Nadelbäumen und Rasen gerochen. Sehr schön! Man lernt diese kleinen Dinge zu schätzen, wenn man in der Megacity wohnt, glaubt es uns. Nach wenigen Minuten zu Fuß erreichten wir schon das Tropical Observatory, ein Tropenhaus mit künstlich angelegten Bachläufen und Wasserfällen. Allerhand tropische Pflanzen waren zu begutachten, aber es gab auch ein paar Goldfische und Kois in den Wasseranlagen zu betrachten. An den tropischen Bereich war auch noch ein Wüstenbereich angegliedert, in dem es allerdings sehr, sehr heiß war und wir uns daher hier nur kurz aufgehalten haben. Nach gut 2 Stunden in dem tollen Park, also ein ausgedehnter Spaziergang, haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht. Den Wofosi-Tempel sowie weitere Gartenabschnitte haben wir uns für den nächsten Besuch dort aufgehoben, weil es einfach unerträglich heiss wurde an diesem Vormittag und wir die Flucht Richtung Klimaanlage angetreten haben. (Bilder: Botanical Garden) Schnappschuss_20140712_1.jpg Schnappschuss_20140712_2.jpg Schnappschuss_20140712_3.jpg Schnappschuss_20140712_5.jpg Schnappschuss_20140712_6.jpg Schnappschuss_20140712_7.jpg Schnappschuss_20140712_8.jpg Auf dem Rückweg haben wir noch einen kurzen Stopp auf dem Freshmarket eingelegt. Das ist einfach wunderbar dort: Frisches Obst und Gemüse, lebende Fische, unzählige Sorten Fleisch, verschiedene Tees, Nüsse, Getreide, Reis. Man kann dort einfach alles kaufen. Ein Besuch auf dem Markt lohnt sich immer und wir sind auch wieder mit einer vollen Tüte Obst und Gemüse zum schmalen Preis aus der Markthalle herausgekommen! ;-) Am Sonntag haben wir wieder am Vormittag einen kleinen Spaziergang bzw. eine kleine Shoppingtour durch das Village gegenüber gemacht, um etwas frische Luft zu bekommen. Sonntagnachmittag haben wir uns dann auf das Fußballspiel in der Nacht vorbereitet und haben schon einmal dir Füße hochgelegt, um den Schlafmangel zu kompensieren. Viele sonnige Grüße aus der Hauptstadt Chinas und bis bald an dieser Stelle!
14.7.14 11:40


Women hui jia le - Wir sind wieder daheim!

Women hui jia le - Wir sind wieder daheim! Da sind wir wieder. Nach einigen Wochen auf Achse sind wir nun wieder in Beijing angekommen. In Beijing ist es nach wie vor unverändert heiss. Wir kratzen hin und wieder an der 40°C - Marke und drücken uns von Klimaanlage zu Klimaanlage. Nachmittags wird es hier besonders beschwerlich, da die Temperatur immer noch einmal ansteigt bevor die Sonne untergeht. Erstaunlicherweise haben wir wenig bis gar keinen Smog. Die Prophezeiungen, die uns gemacht wurden, sind bis jetzt noch nicht eingetroffen, dass der Sommer in Beijing völlig versmoggt wäre durch die vielzähligen laufenden Klimaanlagen. Unsere Reise nach Deutschland Ende Mai hatte, wie nun viele von Euch schon mitbekommen haben, einen ganz besonderen Grund: Wir haben in Deutschland geheiratet. Eigentlich hatten wir vor, die Hochzeit ganz allein ohne irgendjemanden in China zu feiern, jedoch war dies aufgrund unendlich vieler heranzuschaffender Dokumente nicht möglich. Uns ist einfach die Zeit zu knapp gewesen und die Hochzeit in China vorzubereiten. Nun war es letztlich einfach nach Deutschland zu fliegen, zu heiraten und im Anschluss die Ehe auch hier in China geltend zu machen. Schnappschuss_20140630_1.jpg Die Zeit in Deutschland war viel zu knapp. Es war so viel aufgrund meiner Namensänderung zu erledigen und zu beantragen, so dass ich leider nicht alle Besuche durchführen konnte, die geplant waren. Sorry an diejenigen, die wir nicht besuchen konnten! Beim nächsten Mal bleiben wir/ich länger in Deutschland. Da ich ja nicht mehr unbegrenzt lange aufgrund der Schwangerschaft fliegen darf und durfte, war der Aufenthalt in Deutschland auf 2 1/2 Wochen für mich limitiert, da wir im Anschluss an den Besuch in Deutschland uns gleich auf den Weg nach Hainan gemacht haben und unseren mit Flitterwochen kombinierten Sommerurlaub dort verbracht haben. Wir haben uns 11 Tage in ein chinesisches Hotel mit direkter Strandlage und Hotelstrand an der Yalong Bay von Sanya auf Hainan eingemietet. (Bild: Blick über die Yalong Bay) Schnappschuss_20140630_7.jpg Nach einigen Tagen, die wir am Strand gefaulenzt haben und ich noch den Jetlag wegstecken musste, haben wir uns auf Erkundungstour gemacht. Schließlich wollen wir ja auch das südlichste China nicht unentdeckt lassen. Aufgrund des Aufenthaltes in einem chinesischen Hotel waren die Chinesisch-Kenntnisse, die wir bis dato hatten durchaus von Vorteil. Mit dem Concierge haben wir uns aus einer Mixtur von Englisch und Chinesisch, also Chinglisch, verständigt, um unsere geplanten Ausflugsziele mit ihm durchzusprechen. Wir haben ganz schnell gelernt, dass das Taxifahren auf Hainan zwar günstiger ist als in Beijing, aber ein ganztägig gebuchter Fahrer noch günstiger war. Eine Autovermietung gibt es dort auf Hainan nicht, sonst hätten wir ja durchaus auch selbst fahren können. Mit einem Fahrer ist es jedoch auch recht angenehm gewesen. Kurz vor unserer Abreise habe ich in einem Magazin zufälligerweise noch einen Bericht über die Affeninsel auf Hainan gelesen, die unser erstes Ausflugsziel darstellte. Für gute 30 EUR hat uns ein Fahrer direkt dort hingefahren. Die Affeninsel ist von Nanwan, einem kleinen Fischerort, per Seilbahn über das Meer zu erreichen. Der Eintritt kostet pro Person knappe 20 EUR. Auf der Affeninsel leben rund 2.000 Rhesus-Äffchen, die sich frei auf der Insel im Regenwald bewegen können. Das war schon grandios! Mit der Seilbahn dort angekommen konnte man auf befestigten Wegen im Regenwald spazieren gehen und den Äffchen zuschauen. Manche von Ihnen waren sehr, sehr zutraulich, andere wiederum sehr scheu. Egal wo man hinsah, überall waren Äffchen: spielende Äffchen, schlafende Äffchen, rennende Äffchen, futternde Äffchen, lausende Äffchen,… - so zu sagen Renskes Paradies!! Es war einfach überwältigend. (Bilder: Affeninsel Nanwan) Schnappschuss_20140630_2.jpg Schnappschuss_20140630_3.jpg Schnappschuss_20140630_4.jpg Schnappschuss_20140630_5.jpg Und, wer hat die Kokosnuss geklaut? Der war's! Schnappschuss_20140630_6.jpg Nach einigen Stunden am Strand und etwas Pause führte uns unser nächster Ausflug einige Tage später in ein Museumsdorf der Ureinwohner Hainans: Die Li. Die Li leben tatsächlich in diesem Museumsdorf und stellen dort ihre Lebensweise in, natürlich eigens für diesen Zweck eingerichteten, Hütten dar. Sie zeigen, wie sie kochen, wie sie schlafen, wie sie arbeiten, wie sie immer noch Ackerbau, natürlich hauptsächlich Reis - typisch für Südchina, betreiben,…. In diesem Museumsdorf kann man wieder auf befestigten Wegen durch den Regenwald spazieren gehen und sich dieses besagte Dorf näher anschauen. Auch hier wurde wieder ein Eintrittspreis von gut 20 EUR pro Person fällig. Aufgrund der topischen Temperaturen war der Aufstieg in das Dorf doch sehr beschwerlich. Puuh! Am Ende des Rundgangs findet man dann eine Bühne auf der das Leben der Lis in regelmäßigen Abständen noch einmal schauspielerisch dargestellt wird. Dieses Schauspiel war sehr interessant und sehr informativ, um die Lebensweise der Hainananer besser kennenzulernen. (Bilder: Li-Dorf) Schnappschuss_20140630_8.jpg Schnappschuss_20140630_9.jpg Schnappschuss_20140630_10.jpg Schnappschuss_20140630_11.jpg Schnappschuss_20140630_12.jpg Aus dem Li-Dorf heraus führte uns unser Weg weiter nach Yanoda. Wir hatten morgens nämlich für rund 25 Euro einen Fahrer für eine Doppeltour gebucht: Li-Dorf und Yanoda. Yanoda ist ein Park mitten im Regenwald. Hier kann man entweder eine organisierte Tour durch den Regenwald mit einem Guide machen oder auch auf eigene Faust ausgestattet mit einem Knopf im Ohr den Regenwald erkunden. Natürlich auf befestigten Wegen und Brücken, man muss sich nicht durch die Pampa schlagen. Darüber hinaus kann man in Yanoda auch übernachten, also einen Hotelaufenthalt buchen, Raftingtouren machen oder tatsächlich mit einem Guide sich durch den Regenwald schlagen. Das kam für uns nicht in Frage, also haben wir uns für die Tagesbesuchertour ohne Guide mit Knopf im Ohr für wieder rund 20 EUR pro Person entschieden. Wir wurden mit einem Shuttlebus in den Regenwald kutschiert und an einer Station rausgelassen. Von dort aus begann die Tour durch den Wald. Das war schon sehr spannend. Der Knopf im Ohr machte uns immer wieder auf verschiedene Pflanzenarten und Bäume aufmerksam. Man kann überall auf Bänken rasten und den Wald einfach nur mal genießen. Das war schon sehr spektakulär. Und, es gab dort so sau viele verschiedene Schmetterlinge, einfach großartig. (Bilder: Yanoda Regenwaldpark) Schnappschuss_20140630_13.jpg Schnappschuss_20140630_14.jpgSchnappschuss_20140630_15.jpg Schnappschuss_20140630_16.jpg Schnappschuss_20140630_17.jpg Schnappschuss_20140630_18.jpg Nach der Tour durch die Li-Dörfer und Yanoda ließen wir uns ins Hotel zurück kutschieren. Die Hitze macht einen doch irgendwann endfertig. ;-) Nach wieder ein paar Tagen Ruhe und Faulenzen am Strand führte uns unsere letzte Tour für dieses Mal schlappe 50 EUR nach Nanshan. Nanshan ist das in Südchina größte buddhistische Zentrum. Die große Buddha-Statue, die man über eine Brücke, die ins Meer gebaut wurde, erreicht, hatten wir schon bei unserer Ankunft aus dem Flugzeug heraus gesehen. Natürlich mussten wir uns das anschauen, da es uns sehr neugierig machte. Nach gut einer Stunde Fahrt, die 50 EUR waren tatsächlich berechtigt, erreichten wir Nanshan. Auf dem Weg dort hin haben wir uns an der Straße noch ein paar buddhistische Räucherstäbchen gekauft, um für unsere Ahnen halt eben mal nicht in Gedenken eine Kerze, sondern ein Räucherstäbchen anzuzünden. Knappe 20 EUR pro Person ärmer durften wir die Tempelanlagen des Zentrums betreten. Wir entschieden uns für eine Bimmelbahnfahrt für gut 3 EUR extra pro Person, weil es zwar bewölkt, aber doch mega heiß war und das gehen recht beschwerlich war. Die Bimmelbahn hielt schon nach gut einer Minute Fahrt und wir mussten aussteigen, weiterfahren nicht möglich. Da hab ich dann schon gewettert, welch verarsche das denn sei…. Egal, wir machten uns also auf den Fußweg um Richtung Buddha im Meer zu pilgern. Auf dem Weg dorthin zündeten wir unsere Stäbchen an und steckten sie in die dafür vorgesehenen Behältnisse. Endlich erreichten wir nach einigen Metern den Damm zur großen Statue. Die Größe dieses Buddhas war schon sehr beeindruckend, aber auch chinesisch-touristisch voll erschlossen. Als die Hitze unerträglich wurde, gingen wir zurück zur Haltestelle der Bahn. Wenige Meter weiter war eine weitere Haltestelle, bei der man wieder zusteigen durfte, also hatte ich ganz umsonst gewettert. Die Bahn fuhr uns gute 20 Minuten durch das Gelände, wobei man immer wieder an diversen Haltestellen ein- und aussteigen konnte, um an weiteren Tempeln zu beten. Gut, da wir ja nun nicht wirklich streng buddhistischen Glaubens sind und fotografieren in den Tempeln strengstens verboten ist, haben wir uns diese Tempel gespart. Die Tempelanlagen jedoch waren ausgesprochen hübsch angelegt. Überall gab es Teiche mit Schildkröten und Koikarpfen drin, tolle Beete und Blumen und nicht zu vergessen immer wieder Flecke von Regenwald an den Berghängen. Nanshan heisst übersetzt übrigens "Südlicher Berg", also daher eben auch das bergige Gelände- ;-) (Bilder: Nanshan buddhistisches Zentrum) Schnappschuss_20140630_19.jpg Schnappschuss_20140630_20.jpg Schnappschuss_20140630_21.jpg Schnappschuss_20140630_22.jpg Schnappschuss_20140630_23.jpg Schnappschuss_20140630_24.jpg Wie Ihr seht, haben wir einiges auf der Insel besichtigt und haben mit den Touren den Süden und Süd-Osten der Insel abgegrast. Wir würden die Yalong Bay auf jeden Fall zum Urlaub machen empfehlen. Beim nächsten Mal würden wir allerdings eher ein westliches Hotel wählen, da unser Frühstücksbüffet doch sehr chinesich war (Nudelsuppe zum Frühstück kriege ich einfach nicht runter). Die Yalong Bay selbst eignet sich hervorragend um Urlaub zu machen. Es gib diverse Restaurants in einem kleinen Einkaufszentrum namens La Floret, in dem wir fast jeden Abend gegessen haben. Da wir uns in Südchina befinden, stand natürlich auch einiges für den europäischen Gaumen nicht unbedingt empfehlenswertes auf dem Plan: Wir haben schon Krokodil, Hund und Ochsenfrosch auf der Speisekarte entdeckt. Gut, das muss man ja dann einfach nicht bestellen. Es gibt auch diverse andere leckere Sachen und ich glaube, kaum frischeren Fisch als dort. Jedes Restaurant hat Becken mit Seafood, das man sich frisch dort aussuchen kann und eben auch gleich zubereitet wird. Für den Westler gab es auch einen Pizza Hut und einen KFC, also alles gut. Dennoch sollte man sich auch immer vor Augen halten, dass man sich tatsächlich im tropischen Regenwald befindet. Das Klima, die Pflanzen und auch die Tiere sind eben andere als man sie vielleicht von zu Hause kennt. Ja, wir haben Schlangen, Spinne und Echsen gesehen und das Schild hier bestätigt sicher meine Aussage! ;-) Schnappschuss_20140630_25.jpg Also dann bis bald an dieser Stelle!
30.6.14 08:54


Zhe ge xingqi women hui guo

Zhe ge xingqi women hui guo - Diese Woche kommen wir zurück ins Heimatland Diese Woche ist es nun soweit wir kommen zurück nach Deutschland: Am Freitagabend fahren wir mit dem Taxi zum Flughafen. Von dort geht die Reise über Moskau zurück nach Hannover. Wir freuen uns! :-) Bei sommerlichen 30 Grad haben wir das vergangene Wochenende noch einmal genutzt, um Peking unsicher zu machen. Am Freitagmittag bekam ich von einer Mitschülerin einen heißen Tipp die Hutongs mal bei Qianmen zu besuchen. Gesagt, getan. Wir sind am Samstag gleich mit der U-Bahn Richtung Qianmen durchgestartet. Gegenüber desTiananmen (Platz des himmlischen Friedens) kann man durch ein altes Stadttor Qianmen betreten, eine extra für die Olympics in 2008 restaurierte Hutongstraße. Sehr liebevoll und detailgetreu restauriert. Bekannte Marken wir H&M oder Zara haben sich mit ihren Geschäften dort angesiedelt. Dennoch sollte man ja ab und zu auch mal "hinter die Kulissen" blicken. Nach wenigen Meter durch die Passagen links und rechts tauchten wir in die Pekinger Hutongs ein. Dort tobt das Leben: Kleine nette chinesische Geschäfte reihen sich neben kleinen Restaurant uns eine Art Bäckereien. Auf der Straße wird gegessen, geplauscht, an einer Ecke werden die Hotpots geschrubbt, 10 Meter weiter verrichtet ein kleiner Junge sein großes Geschäft, der Motorroller wird in die Einzelteile zerlegt, die Wäsche wird aus dem Fenster gehängt - That's China! Wir haben spottbillig eingekauft (Schuhe für 30 Kuai, Brot für 3 Kuai, ein Kleid für 20 Kuai) - es war schon schier unmöglich auch nur 10 Euro dort auszugeben. In einem gut chinesisch gefüllten Restaurant ließen wir uns nieder und bestellten eine Kao Ya - also eine Peking Ente für 100 Kuai, also mit Getränken für schlappe 10 - 12 Euro. Sehr lecker! Nach einem ausgedehnten Bummel fuhren wir mit der U-Bahn zurück nach Haus, wir verpassten die Station und liefen von dort zurück nach Haus, ein Fußmarsch von gut 45 Minuten. Es hat gereicht, aber auf dem Weg entdeckten wir eine weitere schicke Shopping-Mall, die wir sicher wieder besuchen werden. Am Abend waren wir dann mit Stefans Kollegen und Familie im Schindler's verabredet, einem deutschen Restaurant. Es gelüstete uns nach etwas Deutschem. So wurde unser Tisch von Fränkischen Bratwürsten mit Kartoffelbrei und Sauerkraut, von Schnitzel mit Rahmchampignons und Pommes, von sauren Gurken, einer Brotzeitplatte und einem Bauernfrühstück geziert. Hm, war das gut. Sogar die Bedienung - Chinesen - sprachen deutsch. Hier mal ein paar Bilder von Qianmen Schnappschuss_20140519_10.jpg Schnappschuss_20140519_11.jpg Am Sonntag zog es uns dann aus der Stadt heraus. Wir fuhren nach Yanqing. Kommt Euch bekannt vor? Richtig, ganz am Anfang als wir nach Peking zogen, fuhren wir bereits nach Yanqing zum Laternenfestivel und zu den Eisskulpturen. Nun wollten wir Yanqing, besser den Geopark Longqing Xia, auch mal im Sommer sehen. Nach einer Stunde Fahrt durch die Stadt, um die Autobahn zu erreichen, fuhren wir eine weitere Stunde auf dem Badaling-Expressway an der Mauer vorbei Richtung Yanqing. Wir fanden den Weg durch die Stadt recht schnell und fuhren auf den Parkplatz des Geoparks. Für chinesische und auch wirklich deutsche Verhältnisse war da gar nichts los. Es war total leer. Wir kauften uns ein Kombiticket, das den Eintritt in den Park und auch die Bootstour auf dem Bergsee enthielt. Es war wunderschön dort. Mal ganz was anderes als unsere gewohnte Megacity-Umgebung. Aber seht selbst. Hier einige Bilder von Yanqing: Schnappschuss_20140519_1.jpg Schnappschuss_20140519_2.jpg Schnappschuss_20140519_3.jpg Schnappschuss_20140519_4.jpg Schnappschuss_20140519_5.jpg Schnappschuss_20140519_6.jpg Schnappschuss_20140519_7.jpg Schnappschuss_20140519_8.jpg Nach der Bootstour und den Weg vom Berg wieder hinab machten wir uns auf den Heimweg, denn gute 3 Stunden brauchten wir, um wieder zurück nach Sanlitun zu kommen. Also, nur so zur Info, wir reden hier über eine Strecke von rund 85 km. ;-) Wenn man in Peking lebt, entdeckt man so allerhand kurioses. Heute begegnete ich einer Schildkröte, die von ihrem Herrchen am Straßenrand aufgehängt wurde. Wie wir uns sagen ließen, verkaufte das Herrchen sie wohl als leckeres Abendessen. Bild: Schildkröte am Straßenrand Schnappschuss_20140519_9.jpg Oder auch wird der Rollrasen einfach auf den Fußweg an einem Fußgängerüberweg einer Kreuzung abgeladen und bleibt da halt liegen. Es interessiert niemanden, ob die Fußgänger noch durchkommen oder auch die Radfahrer. Das ist hat eben so. Bild: Rollrasenlieferung Schnappschuss_20140519_12.jpg Nun werde ich eine ganze Zeit nicht dazu kommen zu berichten. Aufgrund der Urlaubszeit werde ich mich nach unseren Reisen ca. Ende Juni wieder mit einem ausführlichen Bericht melden. Also bis dahin eine gute Zeit Euch!
19.5.14 10:35


Zhe ge yue zai Beijing hen re

Zeh ge tue zai Beijing hen re - diesen Monat ist's in Peking heiß. Der Sommer ist eingefallen, wenn die Sonne durchkommt und wir nicht gerade ein Schlechtwetterfront über Peking hängen haben, haben wir zwischen 26 und 32 Grad. Es kühlt am Abend und in der Nacht kaum herunter. Man kann schon sagen, momentan haben wir feinstes Mittelmeerklima in der großen Megacity. Seit einigen Wochen haben wir kaum einen AQI über 200 und man kann ohne Maske herumwandern. Tageweise haben wir vor Ort sogar einen Luftkurort mit AQI-Werten zwischen 11 und 35. Wir warten allerdings schon wieder auf die Tage, an denen es wirklich schlechter wird. Viele schon länger hier lebende Expats, Auswanderer oder auch Chinesen machen uns wenig Hoffnung, dass die Luft so bleiben wird. Wir wissen nicht, ob es Panik ist oder ob es wirklich schlechter wird. Wir werden es erleben. Tatsache ist aber, dass die Temperaturen definitiv nicht mehr fallen werden, sondern wir uns wahrscheinlich an noch höhere Temperaturen gewöhnen müssen. Die letzten Tage/Wochen/Wochenenden seit dem letzten Eintrag standen für uns ganz im Zeichen des Führerscheins. Wir haben in der vergangenen Woche die schriftliche Prüfung hier in China machen müssen, um den chinesischen Führerschein zu bekommen um hier Auto fahren zu dürfen. Wir haben wie die Wilden gelernt. Jeden Nachmittag, jeden Abend, tagsüber am Wochenende. Es waren 1300 Fragen auf rund 120 DIN A 4 Seiten zu lernen, eine App auf dem Telefon mit rund 900 Fragen und ein erst zwei Tage vor der Prüfung eingetroffenen Regelkatalog mit nochmals 114 DIN A 4 Seiten. Noch irgendwelche Fragen!? So kann man die Freizeit natürlich auch gestalten - mit Lernen!Ich muss sagen, dass ich bei dieser verdammten Prüfung echt aufgeregter war als damals bei meiner deutschen Führerscheinprüfung! ;-) Wir bekamen einen Computertest mit 100 Fragen, von denen wir max. 10% falsch beantworten durften um die Prüfung zu bestehen. Stefan und ich, wir haben beide bestanden und waren wirklich sehr glücklich. Also hat sich das ganze Lernen tatsächlich gelohnt. Wir warten jetzt auf die Aushändigung unsere Führerscheins und dann auf die Übergabe unseres Autos. Vielleicht klappt es reibungslos, so dass wir schon bald die Gegend um Peking unsicher machen können und diverse Dinge nun auch von unserer "Noch-zu-besorgen-Liste" nehmen können, die wir immer aufgeschoben haben bis wir ein Auto für den Transport haben. Neben dem ganzen Gelleren für den Führerschein habe ich zwischendurch auch noch die HSK 3 Prüfung in der Schule machen müssen, die ich aber auch bestanden habe. Also alles gut! Nur am 1. Mai, der hier in China ebenfalls ein Feiertag ist, haben wir uns einen Tag lernfrei genommen und haben etwas unternommen. Wir haben uns nachmittags mit Stefans Arbeitskollegen und Familie getroffen und haben den Beijing Blue Zoo am Südeingang des Worker's Stadiums besucht. Der Blue Zoo ist ein Aquarium mit diversen Fischen, Krabben, Seepferdchen, Meeresgetier, Mangrovenbewohnern etc. Als Highlight des Ganzen kann man auf einem Laufband durch einen Unterwassertunnel im größten Becken des Aquariums fahren. Das ist wirklich sehr schön gemacht und auch recht spannend, da man sehr viele Arten Unterwasser beobachten kann. Uns hat es so gut gefallen, dass wir noch eine zweite Runde gedreht haben. Allerdings ist das Aquarium mit rund 15 Euro Eintritt pro Person recht teuer. Im Anschluss haben wir uns dann noch mit dem Taxi auf den Weg zum Pearl Market gemacht, um ein paar Fakes zu kaufen. Unter anderem musste auch eine weitere Figur aus der Pekingoper in unsere Sammlung kommen. Da wir recht spät vor Ort waren, dachten wir eigentlich schon recht bescheidene Preise zu erzielen, da die Händler sicher den ganzen Tag über ein gutes Geschäft gemacht hatten. Der Markt war kurz vor Toreschluss total leer und wir bekamen die bisher besten Preise überhaupt. T-Shirts für 30 Kuai, Hoodies für 60 Kuai. Da kann man ja wohl nicht meckern. Den Abend ließen wir dann bei einer leckeren Annies Pizza in Sanlitun ausklingen. :-) Hier mal ein paar Bilder aus dem Blue Zoo (Bild: Beijing Blue Zoo) Schnappschuss20140513_1.jpg Schnappschuss_20140513_2.jpg Schnappschuss20140513_3.jpg Mittlerweile bereiten wir uns auf unseren Heimaturlaub vor. Wir werden in ein paar Tagen nach Deutschland fliegen. Die ersten Sachen werden gepackt, der Kühlschrank wird leer gegessen, die Vorräte aufgebraucht. Gonzos Futtermaschine wird angeschmissen, die Blumen noch einmal gegossen und dann geht's los nach Hause. Vielleicht sehen wir ja den ein oder anderen von Euch, nicht böse sein, wenn es mit einem Besuch nicht klappt. Bis bald aber an dieser Stelle und viele Grüße aus Sanlitun SOHO! Schnappschuss_20140513_4.jpg
13.5.14 10:53


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