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Tianqi bu hao - Das Wetter ist nicht gut

Tianqi bu hao - Das Wetter ist nicht gut Das Wetter in Peking spielt uns momentan als Mitteleuropäern böse mit. Es ist wahnsinnig heiss und auch dabei auch oft sehr, sehr schwül. Wir leiden regelrecht bei Temperaturen von 36 Grad und mehr bei einer Luftfeuchtigkeit von gut 80%. Aber auch die Chinesen wagen sich momentan nicht wirklich nach draußen. Sie halten sich ebenfalls in von Klimaanlagen gekühlten Shopping Mals uns Restaurants auf. Auf den Straßen tobt das Chaos, weil alle, die ein Auto haben, mit ihren Autos zu den Parkhäusern unterwegs sind und niemand auch nur einen weiteren Weg zu Fuß zurück legt. Dazu kommt auch noch, dass wir seit Tagen eine schwankenden AQI zwischen 100 und 300 haben, so dass auch das Atmen draußen zum Problem werden kann. Eine Maske ist derzeit leider kaum tragbar, also hocken wir im Haus vor unserem Luftreiniger. Daher gibt es momentan leider nicht allzu viel über neue Entdeckungen in Peking zu berichten, da wir uns leider nicht wirklich etwas vornehmen können. Wir verbringen unsere Wochenenden momentan auch wie die Chinesen: Wir fahren im klimagekühlten Auto von einer Shoppingmall zur nächsten und machen Besorgungen. Ein paar Kleinigkeiten haben noch für unser Baby gefehlt. Wir haben die Metro für uns neu entdeckt, wo wir eine große Auswahl an importierten und chinesischen Lebens- und Verbrauchsmitteln haben. Wir haben sogar tiefgefrorene Aufbackbrötchen gefunden. Ja, die Brötchen sind tatsächlich das, was wir hier in Peking vermissen. Das Vollkornbrot vom deutschen Bäcker ist sehr gut, jedoch lassen die Brötchen eher zu wünschen übrig. Bei einer chinesischen Bäckereikette haben wir nun allerdings auch recht gute Baguettebrot und Kekse entdeckt. Hier decken wir uns nun auch regelmäßig mit Backwaren ein. Natürlich helfen mit die Großeinkäufe in der Metro auch enorm weiter, so dass ich nicht mehr jeden Tag mit dem Shoppingtrolley zu Fuß in das Einkaufszentrum muss. Eine echte Erleichterung bei den Temperaturen und für die bevorstehende schlaflose Zeit mit Baby. In der letzten Woche habe ich nun letztlich auch meinen neuen Personalausweis in der deutschen Botschaft abholen dürfen. Deutsche Bürokratie hier in Peking: Die Abholung ist nur freitags zwischen 8:00 und 9:00 Uhr möglich. Freitags ist unser autofreier Tag, also musste sich Stefan gedulden, zur Arbeit zu fahren, so dass ich mit dem E-Bike vorher noch zur Botschaft düsen konnte, Stefan die Ayi reinlassen musste und nach meiner Rückkehr dann zur Arbeit konnte. Seit letzter Woche haben wir nun auch unser Auto. Unser Übergangsauto hat Stefan zurückgegeben und kam dann am Donnerstagabend mit unserem neuen Familienschlitten nach Hause. Was ein schönes Auto! Zusätzlich habe ich in der letzten Woche nun auch eine neue Ayi engagiert. Die alte war nicht mehr zuverlässig, außerdem hatte sie auch keine Erfahrungen im Babysitten. Meine neue Ayi arbeitet (noch) gut und ist pünktlich und kann im Zweifel eben auch einmal auf das Baby aufpassen, sollte ich mal dringend weg oder bei schlechter Luft zum Einkaufen gehen müssen. Ich hoffe, dass wir uns gut aneinander gewöhnen und sie sich bei uns wohl fühlt. Manche Ayis machen sich nämlich einfach ohne ein Wort aus dem Staub und man muss dann nach einer anderen suchen. Das ist nicht so angenehm und das Anlernen einer neuen Ayi ist sehr zeitintensiv. Ja, Ihr denkt wahrscheinlich: Was kann man beim Putzen falsch machen!? Ja, ich sage Euch, das geht… Man muss den Chinesen - und nicht nur den Ayis - tatsächlich genaue Anweisungen geben, was sie wo zu tun haben, welchen Lappen sie für was benutzen müssen und Ihnen die entsprechende Flasche Putzmittel zeigen, sonst läuft nichts. Ich habe nun sogar verschieden farbige Lappen gekauft, so dass sie den entsprechenden Lappen für das entsprechende Zimmer nimmt. Ja, es klingt affig, ich weiß, aber habt Ihr mal so eine chinesische Ayi zu Hause, dann wisst Ihr, wovon ich rede…. ;-) An diesem Wochenende hatten wir unseren Geburtsvorbereitungskurs im Krankenhaus. Wir haben uns für ein Wochenendseminar entschieden mit vier verschiedenen Themenblöcken zu jeweils zwei Stunden. Inklusive war auch noch eine Krankenhausführung durch die entsprechenden Geburtszimmer und Patientenzimmer. Wir hoffen jetzt, dass wir gut vorbereitet sind. :-) Nun, ich kann zwar nicht aus Erfahrung sprechen, aber ich denke schon, dass es zu Deutschland/Europa einige Unterschiede gibt, die zwar nicht gravierend sind, aber eben da sind. Die Hebamme, die den Kurs geleitet hat, ist Amerikanerin gewesen und hat deutlich eben immer wieder auf die Unterschiede hingewiesen. Nun, es ist nicht schlechter in China ein Kind zu bekommen, aber es soll eben anders sein, da die Angebotspalette nicht ganz so vielfältig sein soll und es zusätzlich noch gesetzliche Regelungen gibt, an die sich die Ärzte halten müssen. Nun gut, wollen wir hoffen, dass die gesetzlichen Regelungen bei uns nicht greifen werden, sondern alles in chinesisch-normaler Weise verläuft. Bspw. gibt es hier gesetzliche Regelungen, wie lange eine Geburt dauern darf. Wenn man die Zeit überschreitet, wird eben ein Kaiserschnitt durchgeführt, um in chinesischen Augen Kind und Mutter nicht zu gefährden. Nach unseren Kursen nutzen wir die Gelegenheit, weil wir doch ziemlich ausgehungert waren ohne richtiges Frühstück und haben ein neues chinesisches Restaurant ausprobiert, das viele Expats nur den "Kanal-Chinesen" nennen: Das Restaurant befindet sich neben dem Kanal, der sich durch Sanlitun und den Chaoyang District zieht und daher hat er seinen Namen wegbekommen. Hm, hier gibt es wirklich recht typisches Pekinger Essen und ist wirklich empfehlenswert. Wir sind hauptsächlich wegen des "aufgeplatzten" Fisches gekommen. Nun, wir nennen den Fisch so, weil er so aussieht. Es ist ein Flussfisch, welcher auch immer, dessen inneres quasi nach außen gekrempelt wird, dann leicht paniert und frittiert wird, so dass das Fleisch in kleinen Stückchen von der Haut absteht und man es abzupfen kann. Wenn der Fisch serviert wird, sieht er eben wie aufgeplatzt aus, daher der Name. Zum ersten Mal wurde uns der Fisch sogar vor der Zubereitung im Eimer zum Tisch gebracht und gezeigt, ob wir damit einverstanden seien. Das ist zwar in China sehr üblich, das Essen vor Zubereitung zu zeigen, aber wird bei Westlern nicht sehr häufig praktiziert. Sehr, sehr lecker dort beim Kanal-Chinesen, mittelpreisig, Wiederkommen garantiert! Soweit zu uns…habt eine schöne Urlaubszeit in Deutschland und vor allem einen schönen Werksurlaub. Bis bald an dieser Stelle mit neuen Infos von uns Wahl-Pekingern!
4.8.14 05:05
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sina (27.8.14 13:39)
Schöne Grüße aus dem verregneten Deutschland!
Hier ist das Wetter auch nicht so berauschend, aber ich bin mir sicher, dass rund 18° besser sind als 36° und vor allem besser zu genießen.
Obwohl Sonne in den Sommerferien eigentlich Pflicht sein müsste, zeigt sie sich recht selten.
Es freut mich aber trotzdem zu hören/ zu lesen, dass es euch soweit gut geht bis dahin Liebe Grüße Sina

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